6 Fakten rund um den fahrbaren Untersatz

Der Stichtag 30.11. naht. Wer seine Kfz-Versicherung wechseln möchte, hat noch wenige Tage Zeit. Ein Grund, sich mit der Deutschen liebstem „Kind“, dem Kfz, zu beschäftigen. Wo, wann und wie kracht es in Deutschland am häufigsten? AssCompact hat anhand des Generali-Karambolage-Atlas 2018 eine Bildergalerie erstellt.


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1. Weniger Verletzte, mehr Blechschäden Trotz Dieselskandals, Feinstaubbelastung und teuren Sprits fahren die Bundesbürger gern und viel Auto. Gemessen an der Einwohnerzahl besitzt mehr als jeder zweite Deutsche einen Pkw. Mit der Anzahl der Fahrzeuge nimmt auch die Menge der Blechschäden jedes Jahr zu. Die Zahl der Personenschäden hat zuletzt laut destatis glücklicherweise aber abgenommen.

2. Karambolage-Hauptstadt Berlin Je mehr Menschen auf engem Raum leben, desto höher ist die Schadenhäufigkeit. Durchschnittlich liegt sie in Deutschland bei 11,7%. Deutlich darüber liegt das Bundesland Berlin mit einem Wert von 15,5%, dicht gefolgt von den Stadtstaaten Hamburg (15,4%) und Bremen (13,5%). In Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg liegt die Schadenhäufigkeit dagegen nur bei 10,8%.

3. Sommer und Ende der Arbeitswoche kritisch Wegen glatter Straßen und Schneetreibens gilt im Winter besondere Vorsicht im Straßenverkehr. Überraschend: Die meisten Schäden geschehen nicht im Winter, sondern finden in den Sommermonaten von Mai bis August statt. Außerdem: Unter der Woche ist das Schadenrisiko am Donnerstag mit 16,7% und Freitag mit 16,6% am höchsten. Am Sonntag hingegen verringert sich die Anzahl der Schadenfälle und liegt bei lediglich 8,3%.

4. Klischee widerlegt: Kaum Geschlechterunterschiede Geht es um Unfälle, wird schnell darüber diskutiert, ob nun Männer oder Frauen besser Auto fahren. Der Generali-Karambolage-Atlas, in dem über 700.000 Kfz-Schäden der Jahre 2015 und 2017 ausgewertet wurden, zeigt: Die Schadenhäufigkeit der Geschlechter unterscheidet sich nur geringfügig (männliche Versicherungsnehmer 11,4%, weibliche Versicherungsnehmer 12,5%).

5. Klischee bestätigt: Premium-Marken eher in Unfälle verwickelt Fahrern der Premium-Marken wird oft vorgeworfen, besonders unvorsichtig zu fahren. Der Generali-Karambolage-Atlas bestätigt dieses Klischee: Autos keiner anderen Marke verursachen mehr Haftpflichtschäden als die Edel-Hersteller aus Stuttgart (Mercedes-Benz: 5,4 Haftpflicht-Schäden pro Jahr je 100 Versicherte) und München (BMW: 5,2 Haftpflicht-Schäden). Untersucht wurden hierbei jedoch nur die zehn häufigsten Automarken Deutschlands.

6. Je mehr PS, desto häufiger kracht es Die durchschnittliche PS-Zahl neu zugelassener Wagen steigt seit Jahren und liegt laut Kraftfahrtbundesamt bei mehr als 150 Pferdestärken. Tendenziell geht mehr Leistung auch mit einer höheren Schadenhäufigkeit einher: Schwach motorisierte Autos mit maximal 75 PS kommen auf eine Schadenhäufigkeit von lediglich 6%. Dagegen kommen Fahrzeuge mit 250 bis 300 PS auf 19,9%. Durchschnittlich hat also rund jedes fünfte dieser Autos einen Schaden pro Jahr.