Im Pflegegespräch mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn

Am gestrigen Montag, dem 7. Oktober, stattete der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn u.a. dem Berufsförderungswerk Thüringen GmbH in Seelingstädt ein Besuch ab.


Inhalt war eine offene Gesprächsrunde zur Pflege- / und Krankenversicherung.


Unter den Zuschauern waren u.a. verschiedenste Unternehmen, wie regionale Vertreter ambulanter Pflegedienste, Ausbilder, ein GF des Start Ups aus Greiz, dem "Pflegeplatzmanager" und viele weitere interessierte Zuhörer.




Jens Spahn stellt sich im Berufsförderungswerk in Seelingstädt den Fragen von Vertretern der Pflegebranche.


Personal, Bürokratie, Bezahlung – Welche Problemkomplexe ihn bei einer Diskussion mit Vertretern der Pflegeberufe erwarten würden, war Jens Spahn (CDU) bewusst.


Der Bundesgesundheitsminister nahm sich am Montagmittag im Berufsförderungswerk Thüringen in Seelingstädt zum Auftakt seiner „Thüringen-Woche“ eine gute Stunde Zeit für eine Fragerunde mit rund 60 Gästen. Trotz allem, was er an Weichenstellungen und Vorhaben für eine Verbesserung der Situation in der Pflege im Schnelldurchgang aufzuzählen wusste, kenne er die offenen Baustellen und sei ihm an den Meinungen und Vorschlägen derer gelegen, die in ihrer alltäglichen Arbeit betroffen sind.


Die Schaffung von 13.000 neuen Stellen in der ambulanten Altenpflege, eine Mindestvergütung für Pflegefachkräfte, der Wegfall des Schulgelds für die Pflegeausbildung, die Refinanzierung von Tarifsteigerungen und mehr seien erste Schritte, „damit es schon mal nicht am Geld scheitert“.


Sicher wisse er auch, dass es auch Menschen brauche, die dann diese Stellen und die, die ohnehin vakant sind, auch antreten. Hier müssten alle Register gezogen werden, von der Reform der Pflegeausbildung zum Beginn des nächsten Jahres über Anstrengungen in Umschulung und Weiterqualifizierung bis zur Anwerbung ausländischer Fachkräfte.


Auf die Frage einer Zuhörerin aus Berga, ob man nicht Hilfskräften durch bessere Qualifizierung mehr Verantwortung übertragen könne, bestätigte er, dass die Frage „Wer darf was?“ ihn ebenso beschäftige, wie die nach dem richtigen Verhältnis von ausgebildeten Pflegefachkräften zu Pflegehilfskräften.


Wichtig sei, dass die Fachkräfte dann auch tatsächlich für ihre eigentlichen Aufgaben entlastet würden, statt sich dann wiederum „tot zu dokumentieren“, wie es eine Zuhörerin formulierte. Den Wunsch nach Vereinheitlichung der Dokumentationsanforderungen der Kassen nehme er mit, sagte der Minister. Ebenso die mehrfach geäußerte Kritik von Vertretern ambulanter Pflegedienste, die sich bei den bisherigen Plänen zu wenig berücksichtigt sehen. „Uns laufen die Fachkräfte davon, auch, weil Kliniken teils sogar Kopfprämien zahlen“, so die Chefin eines Pflegedienstes im ländlichen Raum.


Für Jens Spahn sei auch dies Zeichen dafür, dass „die Decke überall zu kurz ist“.




Eine insgesamt informative Gesprächsrunde ... und ein Sekunde Zeit für ein Selfie nahm sich der Bundesgesundheitsminister dann auch noch...




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Quelle: OTZ vom 08.10.19


https://www.otz.de/regionen/gera/bundesgesundheitsminister-gestern-bei-fragestunde-in-seelingstaedt-id227303773.html

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