Was bei kieferorthopädischen Maßnahmen für Erwachsene zu beachten ist.

Aktualisiert: Jan 28

Wenn man im Allgemeinen an Kieferorthopädie denkt, so hat man schnell das Bild von einem Kind mit Zahnspange vor dem geistigen Auge. Doch auch viele Erwachsene sind von Zahnfehlstellungen betroffen und wollen diese korrigieren. Doch Vorsicht ist geboten, denn für Gesetzlich Krankenversicherte kann dies ein teurer Spaß werden. Die GKV leistet nämlich nur bei extremen Ausnahmefällen, wie zum Beispiel bei Missbildungen des Kiefers. Eine private Zahnzusatzversicherung kann also auch in diesem Zusammenhang eine durchaus lohnende Investition sein.



Kieferorthopädische Behandlungen sind bei Kindern besonders wichtig, um Fehlstellungen und deren Folgen zu verhindern. Doch auch Erwachsene können solche behandlungsintensive Fehlstellungen der Zähne haben. Ernsthafte Erkrankungen können die Folge davon sein:

  • Eng stehende und verschachtelte Zähne befördern Zahnerkrankungen wie Karies und Parodontose.

  • Fehlstellungen können auch zu Kopfschmerzen und Verspannungen der Nacken- und Kiefermuskulatur führen.

  • Steht der Mund beim Schlafen offen, können auch verstärkt Erkältungskrankheiten und Hals-Nasen-Ohren-Probleme auftreten.



Fehlstellung: So wird behandelt

Ob die Fehlstellung der Zähne mit einer abnehmbaren oder festen Zahnspange behandelt wird, entscheidet der Facharzt.

Dabei kann die Korrektur einer schweren Kieferanomalie meist mehrere Jahre dauern. Therapiert wird der Patient vom Kieferorthopäden und operativ vom Kieferchirurgen. Die Behandlung lässt sich in folgende vier Phasen aufteilen:


Phase 1: Vorbehandlung beim Kieferorthopäden

Phase 2: chirurgische Maßnahmen beim Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen

Phase 3: kieferorthopädische Feineinstellung beim Kieferorthopäden

Phase 4: Stabilisierung des Ergebnisses (Retention) beim Kieferorthopäden


Gesetzliche Krankenversicherung mit Zahlungslücken

Die Zahnspangen-Behandlung bei Erwachsenen wird leider nur in extremen Ausnahmefällen finanziell von der gesetzlichen Krankenkasse bezuschusst. Solche Ausnahmen können sein: schwere Kieferanomalien z.B. bei angeborenen Missbildungen, knöchern bedingten Fehlbissen und verletzungsbedingten Kieferfehlstellungen.

Je nach Aufwand und Dauer der Behandlung können die Kosten für eine sogenannte unsichtbare Zahnspange zwischen 6.000 – 9.000 Euro liegen.





Quelle: https://www.procontra-online.de/artikel/date/2020/01/kieferorthopaedie-teures-laecheln-fuer-erwachsene/




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