Unfallversicherung | private Unfallversicherung | Formen, Absicherungsarten

Podcast Risiko: LebenFolge 07: Elisa Chirino: Fast Olympia, dann kam der Sturz
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Was ist die private Unfallversicherung?

In Deutschland erleiden jährlich rund acht Millionen Menschen einen Unfall. Die meisten Unfälle geschehen in der Freizeit, entweder zu Hause oder beim Sport. Ein schwerer Unfall zieht oftmals anhaltende gesundheitliche oder finanzielle Folgen nach sich: Es können einmalige oder dauerhafte finanzielle Belastungen entstehen. Hier greift die private Unfallversicherung.

Die private Unfallversicherung springt ein, wenn ein Unfall dauerhafte körperliche oder geistige Beeinträchtigungen nach sich zieht oder sogar zum Tod führt. Aber auch bei Unfallfolgen, die nicht von Dauer sind, leistet die Unfallversicherung. Der Versicherungsschutz gilt in der Regel rund um die Uhr und weltweit.

Was leistet die private Unfallversicherung?

 

Ein Unfall kann schnell passieren. Zum Glück kommen die meisten Menschen mit dem Schrecken und kleinen Blessuren davon. Aber leider nicht immer. Deshalb ist die private Unfallversicherung für jeden Menschen wichtig. Die Unterstützung, die die private Unfallversicherung ermöglicht, ist vielfältig.

 

Invaliditätsleistung

Die Invaliditätsleistung ist eine Einmalleistung in Form einer Kapitalsumme. Sie berechnet sich zum einen nach dem Grad der Invalidität, die anhand der Gliedertaxe ermittelt wird. Zum anderen nach der Höhe der vereinbarten Versicherungssumme. Die Leistung ist an keinen Verwendungszweck gebunden.

 

Unfallrente

Bei besonders schweren dauerhaften Beeinträchtigungen bezahlt die Unfallversicherung eine lebenslange Rente. Die Rentenhöhe wird individuell vereinbart. Maßgabe ist dabei der Grad der Beeinträchtigung. Die Rentenzahlung ist an keinen Verwendungszweck gebunden.

 

Todesfallleistung

Führt der Unfall innerhalb eines Jahres zum Tode, haben die Hinterbliebenen Anspruch auf die versicherte Todesfallsumme. Sie ist meist niedriger als die vereinbarte Invaliditätssumme.

 

Tagegeld, Krankenhaustagegeld

Vor allem für Selbstständige ist ein Unfall meist mit Verdienstausfall verbunden. Deshalb vereinbaren sie in aller Regel ein Tagegeld. Es wird bis zu einem Jahr nach dem Unfalltag gezahlt. Bei einem Krankenhausaufenthalt kann das Krankenhaustagegeld helfen, das meist bis zu zwei Jahre nach dem Unfall gezahlt wird. Der Versicherer zahlt das Krankenhaustagegeld meist auch dann, wenn der Versicherte wegen einer ambulanten Operation arbeitsunfähig ist.

Übergangsleistung

Der Prozess der Genesung verläuft nicht bei jedem Verletzten gleich. Deshalb kann der Arzt den für die Höhe der Leistung entscheidenden Invaliditätsgrad oft erst nach der Heilung feststellen. Diese Zeitspanne kann eine Übergangsleistung überbrücken. Sie wird gezahlt, wenn die körperliche oder geistige Leistungsfähigkeit des Verletzten für mehr als sechs Monate seit dem Unfall zu mindestens 50 Prozent beeinträchtigt ist – auch wenn die Verletzungen später vollständig ausheilen. So kann etwa die Rehabilitation finanziell gesichert werden. Einige Unfallversicherungen zahlen einen Teil der Übergangsleistung auch schon früher aus.

 

Bergungskosten

Unfälle können auch weit weg von zu Hause, zum Beispiel im Urlaub, geschehen. Die Unfallversicherung übernimmt dann die Kosten für erforderliche Such-, Rettungs- und Bergungsleistungen und den Transport nach Hause oder in ein nahegelegenes Krankenhaus. Je nach Vertrag kümmert er sich ebenso um die Unterbringung von Angehörigen oder steht beratend zur Seite.

 

Kosmetische Operationen

Unfälle können das äußere Erscheinungsbild erheblich beeinträchtigen. Die Unfallversicherung trägt dann unter bestimmten Voraussetzungen die Kosten für kosmetische Operationen.

Sonderformen der Unfallversicherung

Die Kinderunfallversicherung

 

Die gesetzliche Unfallversicherung greift bei Kindern nur, wenn der Unfall in der Schule oder auf dem Schulweg passiert ist. Die private Kinderunfallversicherung gilt in der Freizeit und in der Schule, zu Hause oder beim Sport – und das weltweit. Mit ihr können zum Beispiel eine durch den Unfall notwendige spezielle Ausbildung oder Schulung oder der behindertengerechte Umbau der Wohnung bezahlt werden.

 

Bei Kindern unter zehn Jahren sind zusätzlich Vergiftungen – außer Nahrungsmittelvergiftungen –, die zu Dauerschäden führen, im Versicherungsschutz eingeschlossen. Stirbt der Versicherungsnehmer, also der beitragszahlende Elternteil, während der Vertragslaufzeit, wird die Unfallversicherung meist bis zum 18. Lebensjahr beitragsfrei weitergeführt.

Die Kinder-Invaliditäts-Zusatzversicherung (KIZ)

 

Mit einer Kinder-Invaliditäts-Zusatzversicherung (KIZ) – etwa als Zusatzdeckung der privaten Kinderunfallversicherung – kann das Kind zusätzlich gegen krankheitsbedingte Invalidität abgesichert werden. Die Kinder-Invaliditäts-Zusatzversicherung bietet eine Rente in vereinbarter Höhe, wenn und solange ein Kind durch Unfall oder Krankheit einen bestimmten Grad der Behinderung erleidet.

 

Anders als die Kinderunfallversicherung bietet sie daher auch Schutz bei schweren Krankheiten. Allerdings ist sie mit einer umfangreicheren Gesundheitsprüfung verbunden.

 

Die Seniorenunfallversicherung

 

Hilfsleistungen
Neben Geldleistungen bietet die Seniorenunfallversicherung bedarfsgerechte Unterstützung für ältere Menschen. Dazu zählen je nach Bedarf: Eine Haushaltshilfe, eine Pflegekraft, Unterstützung beim Einkaufen, bei Behörden- und Arztbesuchen und ein Menüservice. Diese Leistungen sind unabhängig von der Schwere der Verletzung und einem späteren Anspruch auf

Geldleistungen.

Erweiterter Unfallbegriff
Auch Verletzungen, die normalerweise nicht unter den Unfallbegriff fallen, sind hier versichert, wie zum Beispiel spontane Oberschenkelhalsbrüche und Unfälle durch Schlaganfall oder Herzinfarkt.

 

Verzicht auf Ausschlüsse
Einige Versicherer bieten auch dann Versicherungsschutz, wenn etwa ein Unfall durch eine Bewusstseinsstörung aufgrund ärztlich verordneter Medikamente verursacht wurde.

Die Unfallversicherung mit Beitragsrückzahlung

Diese Sonderform bietet den Risikoschutz der privaten Unfallversicherung. Zusätzlich werden am Ende der Laufzeit des Vertrags – oder bei Tod des Versicherten – die Beiträge zurückgezahlt, und zwar auch dann, wenn der Versicherte bereits Leistungen erhalten hat.

 

Dazu kommt noch eine während der Laufzeit wachsende Gewinnbeteiligung aus den erwirtschafteten Kapitalerträgen. Die Beiträge sind höher als bei einer reinen Unfallversicherung. Dafür steht aber mit der Beitragsrückzahlung eine zusätzliche Kapitalleistung zur Verfügung.

Die betriebliche Gruppenunfallversicherung

Arbeitgeber haben die Möglichkeit, für ihre Mitarbeiter eine Gruppenunfallversicherung zu günstigen Beiträgen abzuschließen. Die Beschäftigten profitieren von dieser zusätzlichen Sozialleistung. Oft sind die Versicherten nicht nur im Falle eines Unfalls bei der Arbeit, sondern weltweit geschützt.

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Quelle Bildquelle: dieversicherer.de

Glie­der­taxe: Mit wel­cher Ver­si­che­rungs­leis­tung kann ich rech­nen?

Unfallversicherungen berechnen den Invaliditätsgrad eines Unfallopfers mit der Gliedertaxe. Davon hängt die Höhe der Versicherungsleistung ab. Wie das konkret funktioniert und mit welcher Leistung Versicherte rechnen können - der Überblick.

Was genau ist eine Gliedertaxe?

 

Nach einem Unfall springt die private Unfallversicherung ein. Wie viel genau dem verunglückten Versicherten zusteht, hängt in erster Linie von zwei Größen ab:

 

  • der Versicherungssumme: Je höher diese Summe, desto höher selbstverständlich auch die Leistung (und die Beiträge).

  • der Gliedertaxe.

 

Die Gliedertaxe ist eine Klausel in den Allgemeinen Unfallversicherungsbedingungen (AUB), die Bestandteil des Versicherungsvertrags sind. Damit bemessen private Unfallversicherungen den Grad der Invalidität nach einem Unfall - bezogen auf den sogenannten Gesamtkörper. Dabei gilt: Je höher der Grad der Invalidität, desto größer die Leistung der Unfallversicherung. Sie ordnet Körperteilen (etwa Händen, Füßen, etc.), Sinnesorganen und teilweise auch den inneren Organen für deren Verlust oder dauernde Invalidität feste Prozentsätze zu.

 

Verwenden alle Unfallversicherungen dieselbe Gliedertaxe?

 

Nein, jede Unfallversicherung definiert ihre Gliedertaxe für bestimmte Körperteile selbst. Es gibt also nicht eine festgelegte Tabelle mit Gliedertaxen, sondern sehr viele.

 

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) gibt unverbindliche Empfehlungen zur Einstufung der Invaliditätsgrade heraus. Unfallversicherungen können davon abweichen, indem sie zum Beispiel höhere Werte in ihren Versicherungsbedingungen ansetzen.

Was gilt bei Teilverlust eines Körperteils?

 

Ein vollständig funktionsunfähiger Arm bedeutet einen Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent. Ist er um ein Zehntel in seiner Funktion beeinträchtigt, ergibt das einen Invaliditätsgrad von 7 Prozent - also einem Zehntel von 70 Prozent. „Abzüge gibt es auch dann, wenn Krankheiten oder Gebrechen am Verlust oder der Funktionsunfähigkeit eines Körperteils mitgewirkt haben“, erklärt GDV-Experte Mathias Zunk. Ob und zu welchem Anteil das der Fall ist, stellt ein medizinischer Gutachter fest.

Wie berechnet sich letztlich die gezahlte Summe?

 

Ein Beispiel: Angenommen, die Invaliditätssumme von 100.000 Euro wurde vereinbart. Nun ist ein Daumen der versicherten Person bei einem Unfall vollständig verloren gegangen oder zu 100 Prozent beeinträchtigt. Die vertraglich vereinbarte Gliedertaxe für Verlust oder Funktionsunfähigkeit des Daumens beträgt 20 Prozent.
 

Die Entschädigung beläuft sich auf 20 Prozent von 100.000 Euro. Nach einem Unfall erhält die verunglückte Person also 20.000 Euro.

Addieren sich bei mehreren Verletzungen die Invaliditätsgrade?

 

Ja, wenn sie an unterschiedlichen Gliedmaßen auftreten, zum Beispiel rechtes Handgelenk, linkes Bein und ein Auge. Dann legt ein medizinischer Gutachter den Invaliditätsgrad für jede einzelne Verletzung fest. „Von jedem Invaliditätsgrad werden eventuelle Krankheiten oder Vorschädigungen abgezogen und dann die Ergebnisse addiert“, erläutert Mathias Zunk. Der Invaliditätsgrad kann aber nicht mehr als 100 Prozent betragen.
 

Sind unterschiedliche Stellen derselben Körperteile dauerhaft verletzt, etwa bei Verlust des rechten Fingers, Versteifung des rechten Handgelenks und Beeinträchtigung des gesamten rechten Arms, legt der Versicherer den Invaliditätsgrad auf Basis des gesamten Armes fest. „Die einzelnen Verletzungen werden aber natürlich mit berücksichtigt“, so Zunk.

Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?

 

Die passende Versicherungssumme hängt ganz vom individuellen Bedarf ab – je nach Alter, Einkommen, familiärer und beruflicher Situation, Vermögen, Lebensstandard und den individuellen Absicherungswünschen. „Wichtig ist, sich individuell von einer Versicherung oder einem Vermittler beraten zu lassen“, rät Zunk.

 

Wird die private Unfallversicherung „dynamisch“ gestaltet, steigen die Versicherungssumme und der Beitrag jährlich um einen vereinbarten Betrag an. So wird einem Kaufkraftverlust (etwa durch Inflation) in der Zukunft vorgebeugt.

 

Wie wichtig ist die Progression?

 

Versicherungskunden können einen Tarif mit Progression oder Mehrleistung vereinbaren. Dadurch erhalten sie bei schwerwiegenderen Beeinträchtigungen mehr Geld als ihnen nach dem festgestellten Invaliditätsgrad zustehen würde. Wegen des erhöhten Kapitalbedarfs bei höheren Invaliditätsgraden wird mehr gezahlt, als dem festgestellten Invaliditätsgrad entspricht. Etwa bei einer Invalidität von 80 Prozent nicht nur 80 Prozent der vereinbarten Invaliditätsleistung, sondern – je nach Vereinbarung – 200 bis 300 Prozent.

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