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Was tun nach einem Wildunfall?

  • Autorenbild: Michael Döring
    Michael Döring
  • 30. Sept.
  • 2 Min. Lesezeit

Wie oft passiert sowas?


Mehr als man denkt: 2024 gab’s rund 276.000 Wildunfälle – alle zwei Minuten kracht irgendwo ein Auto mit einem Reh, Wildschwein oder Co. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs, die Dunkelziffer ist noch deutlich höher.


Wann ist die Gefahr am größten?


Vor allem im Frühjahr (April/Mai) und Herbst (Oktober–Dezember), wenn’s dämmert und der Berufsverkehr auf die Tiere trifft. Aber ehrlich: Wildwechsel kann dich das ganze Jahr erwischen – vor allem abends und nachts. Also: Augen auf an Feldern, Wäldern und Wiesen, Tempo runter und lieber bremsbereit bleiben.


Wild am Straßenrand – was tun?


  • Fernlicht? Schlechte Idee! Damit machst du die Tiere eher kirre.

  • Hupen? Ja! Vertreibt oft die Rehe & Co.

  • Tempo drosseln? Auf jeden Fall.


Ausweichen oder nicht?


Lieber nicht. Ein Crash mit ’nem Baum oder Gegenverkehr ist meist schlimmer als mit Bambi. Ausnahme: Es geht gar nicht anders – aber bitte mit Köpfchen.


Tier anfassen oder wegräumen?


Nein! Nicht nur wegen möglicher Krankheiten – es wäre auch Wilderei. Polizei rufen, Förster oder Jäger kümmern sich drum.


Wer zahlt?


  • Teilkasko: Zahlt Schäden durch Haarwild (Rehe, Wildschweine etc.).

  • Erweiterte Tarife: Manchmal auch für Nutztiere (Kühe, Pferde) oder sogar „Tiere aller Art“ – vom Wolf bis zum ausgebüxten Strauß.

  • Vollkasko: Deckt sowieso alles ab, was Teilkasko auch kann.

  • Nur Haftpflicht? Dann zahlst du selbst.


Gut zu wissen: Dein Schadenfreiheitsrabatt bleibt bei Wildunfällen unangetastet.


Wichtig für die Versicherung:


  • Polizei rufen & Wildunfallbescheinigung besorgen.

  • Unfallstelle sichern & Fotos machen.

  • Tier nicht mitnehmen (kein kostenloses Reh-Steak!).

  • Versicherung melden, bevor du reparierst.



Reh am Straßenrand


Checkliste nach einem Wildunfall:


  1. Warnblinker an, Warndreieck aufstellen.

  2. Erste Hilfe leisten, falls nötig.

  3. Polizei verständigen.

  4. Tier nicht anfassen.

  5. Fotos machen.

  6. Wildunfallbescheinigung besorgen.

  7. Schaden der Versicherung melden.




(Quelle: dieversicherer )

 
 
 

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